Die Fastenzeit ist für viele Menschen eine Zeit der Ruhe, des Verzichts und der inneren Aufräumarbeit. Aber was ist mit unseren Vierbeinern? Können Hund und Katze „mitfasten“ – oder ist das gefährlich? In diesem Beitrag erfährst du klar und praktisch, wie du die Fastenzeit bewusst gestalten kannst, ohne das Wohl deiner Fellnase zu gefährden.
Wichtige Grundregel: Haustiere nicht hungern lassen
Kurz und klar: Du darfst deinen Hund oder deine Katze nicht fasten lassen. Tiere haben andere Stoffwechsel- und Nährstoffbedürfnisse als Menschen. Hungern kann bei Haustieren schnell gesundheitliche Schäden verursachen (z. B. Leberprobleme bei Katzen). Fasten bedeutet für deinen Alltag: Du verzichtest bewusst – aber nie auf die Ernährung deines Tieres.
Und auch wenn dein Vierbeiner Übergewicht hat, darfst du dein Tier nicht einfach so fasten lassen – eine bewusste Reduktionsdiät und Abwiegen des Futters ist deutlich sinnvoller, gesünder und effektiver.
fasten mit hund und katze - 6 schöne ideen
Diese Vorschläge erlauben dir, den Verzicht und die Achtsamkeit der Fastenzeit auf das Zusammenleben mit deinem Hund oder deiner Katze zu übertragen. So könnt ihr gemeinsam verzichten und im besten Fall auch noch eure Bindung stärken.
- Verzichte auf Leckerlis - ersetze sie durch Lob und Zeit
Statt täglicher Snacks ohne Grund gibts extra Spielzeit, ein Training oder Kuscheln – und Leckerlis nur noch als Belohnung.
- Keine neuen Spielzeuge oder Zubehör
Kaufe keine unnötigen Spielzeuge, Accessoires oder Modeartikel – spare das Budget lieber für eine besondere Aktivität (z.B. ein neues Intelligenzspielzeug oder einen Ausflug). Wichtig: Kein Shopping-Verzicht für Dinge, die dein Tier wirklich braucht!
- Digitalfasten und mehr gemeinsame Zeit
Statt auf Social Media zu Scrollen kannst du täglich 15–30 Minuten bewusst nur mit dem Tier verbringen – zum Beispiel mit längeren Spaziergängen, Clicker-Training, Intelligenzspielen oder gemeinsamer Kuschelzeit.
- Routine-Reset
Keine plötzlichen Futterwechsel! Aber du kannst Fütterungsrituale anpassen: geregelte Zeiten, Futterpuzzles mit Trockenfutter anstelle des einfachen Fütterns. Auch andere Routinen können gestartet werden: zum Beispiel regelmäßige Fellpflege (besonders zu Beginn des Fellwechsels wichtig!), gemeinsame Abendrituale oder feste Spielzeiten.
- Gemeinsame Achtsamkeitsübungen
Bewusste Achtsamkeitsübungen mit deinem Hund oder deiner Katze können die Bindung zwischen euch stärken. Du kannst deine Fellnase zum Beispiel nicht einfach nur beim Fernsehen nebenbei streicheln, sondern dich komplett darauf konzentrieren: Wie fühlt sich das Fell an? Wie reagiert dein Tier? Welche Bewegungen mag dein Vierbeiner besonders gern?
- Spenden statt konsumieren
Wenn du bewusst auf Shopping verzichtest, kannst du das gesparte Geld an ein lokales Tierheim spenden oder eine Tierschutzaktion unterstützen.
Fastenzeit bedeutet nicht unbedingt Verzicht
Die Fastenzeit muss kein Verzicht auf Lebensfreude sein – im Gegenteil: Sie kann eine wertvolle Gelegenheit sein, die Beziehung zu deinem Hund oder deiner Katze bewusster zu erleben. Indem du auf Konsum, Ablenkung oder Gewohnheiten verzichtest und stattdessen mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Ruhe schenkst, profitieren Mensch und Tier gleichermaßen. Wichtig ist dabei, die Bedürfnisse deines Haustiers immer an erste Stelle zu setzen. So wird die Fastenzeit zu einer achtsamen Zeit voller Nähe, Vertrauen und gemeinsamer Momente.
