Getreidefrei oder glutenfrei: Welches Futter ist das Beste für Hund und Katze?

Glutenfrei oder getreidefrei – wir erklären die Unterschiede bei Hunde- und Katzenfutter und helfen bei der richtigen Futterwahl.

Immer mehr Tierhalter achten bewusst auf die Ernährung ihrer Hunde und Katzen. Begriffe wie getreidefrei, glutenfrei, hypoallergen oder sensitives Futter begegnen uns dabei ständig. Doch was bedeutet eigentlich getreidefrei im Vergleich zu glutenfrei – und welches Futter ist wirklich sinnvoll für Hund oder Katze?

In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede, räumen mit Mythen auf und helfen dir bei der richtigen Futterwahl.

Was bedeutet glutenfrei?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in bestimmten Getreidesorten vorkommt, vor allem in:

Glutenfreies Futter kann also dennoch Getreide enthalten – zum Beispiel Reis, Mais oder Hirse. Diese Getreidearten sind von Natur aus glutenfrei und werden häufig als gut verdauliche Kohlenhydratquellen eingesetzt.

Was bedeutet getreidefrei?

Getreidefreies Futter verzichtet komplett auf alle Getreidearten – egal ob glutenhaltig oder glutenfrei. Das bedeutet, dass getreidefreies Futter automatisch auch glutenfrei ist. Stattdessen werden andere Kohlenhydratquellen verwendet, zum Beispiel:

Gerade bei Katzen, die von Natur aus reine Fleischfresser sind, ist getreidefreies, proteinreiches Futter besonders artgerecht. Aber auch viele Hunde entwickeln Allergien gegen bestimmte Getreidesorten oder haben Probleme, getreidehaltiges Futter zu verdauen. Ein Wechsel zu getreide- oder glutenfreiem Futter kann also in vielen Fällen sinnvoll sein. 

Vorteile von getreidefreiem Futter

Warum Futter mit Bierhefe trotzdem getreidefrei ist

Viele Tierhalter sind verunsichert, wenn sie in der Zutatenliste eines getreidefreien Hunde- oder Katzenfutters den Begriff Bierhefe entdecken. Der Name lässt vermuten, dass es sich um ein Getreideprodukt handelt – das ist jedoch ein weitverbreiteter Irrtum.

Bierhefe besteht aus Hefekulturen (Saccharomyces cerevisiae) und zählt biologisch zu den Pilzen, nicht zu den Getreidearten. Auch wenn Bierhefe ursprünglich bei der Bierherstellung eingesetzt wird, stammt sie nicht aus Getreide, sondern entsteht durch den Gärungsprozess. Futter mit Bierhefe gilt daher weiterhin als getreidefrei.

Warum wird Bierhefe im Tierfutter eingesetzt?

Bierhefe ist ein natürlicher und wertvoller Zusatzstoff in Hunde- und Katzenfutter, da sie reich ist an:

Sie kann unter anderem Haut, Fell, Verdauung und Immunsystem unterstützen und wird deshalb häufig in hochwertigem Tierfutter verwendet. Getreidefreies Hunde- und Katzenfutter darf also Bierhefe enthalten, ohne seinen Status als getreidefrei zu verlieren – und profitiert dabei sogar von ihren ernährungsphysiologischen Vorteilen.

Glutenfreies Getreide in Diätfutter

Viele Diätfuttermittel für Hunde und Katzen enthalten glutenfreies Getreide wie zum Beispiel Reis. Auf den ersten Blick mag das verwundern, da Diätfutter oft für empfindliche Tiere gedacht ist. Der Grund liegt jedoch in den besonderen ernährungsphysiologischen Eigenschaften dieser Zutaten.

leicht verdauliche Energiequelle

Glutenfreies Getreide liefert hochverdauliche Kohlenhydrate, die den Energiebedarf decken, ohne den Magen-Darm-Trakt zu belasten. Für Tiere mit Verdauungsproblemen, Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen ist dies besonders wichtig. Zusätzlich enthält glutenfreies Getreide wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und die Darmflora fördern können. 

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